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Japans Salsa Sensation
Von Jochen | Eintrag vom 3.Dezember 2009
Wie sich eine afrikanische amerikanische Tanz-Enthusiastin einen Namen als Salsa Lehrerin in Japan machte.
Eine Tanz-Erfahrung einer schwarzen Amerikanerin in Japan
Das einzige Licht im Salsa Caribe scheint aus den Blüten von roten, blauen und grünen Lampen die wie Girlanden um den Raum gewickelt sind. Ein Mann singt leise auf Spanish, unterstützt von Hörnern. Ein Gewirr von Körpern füllt den Dancefloor, aber die kubanischen Kellner können sich immer noch reibungslos in aus der Menge heraus bewegen. An einem Samstag um Mitternacht ist der Club immernoch durchweht mit kühler, früh-am-Abend Energie. Mehr talentierte Tänzer könne sich für ihre aufwendigen Bewegungen Platz erkämpfen. In den Schultern und Knien wird die Erfahrung sichtbar. Und Ameenah – die Tänzerin, die zugestimmt hat mich heute Nacht in diese Welt mitzunehmen – besitzt Gelenke, die sich in einem flüssigen Konzert zusammen bewegen.
Sie gleitet von einem Partner zum nächsten, die einzige schwarze Frau auf der Tanzfläche. Der erste, ein schlacksiger Mann mit glänzenden dunklen Haaren springt dramatisch herum und bewegt seine Brust leicht außerhalb des Taktes. Ameenah führt ihn sanft in eine Rücken-an-Rücken-Drehung. Ihr nächster Partner mit mandelförmigen Augen hat keine Probleme bei Ameenahs schwierigen Figuren mitzuhalten, wenn auch etwas steif. Ihre Arme formen ein Rad von sich drehendem schwarzem und weißem Fleisch über ihren Köpfen.
Dies ist nicht Havana, noch nicht einmal New York. Das Salsa Caribe ist im Herzen von Tokyos Nightlife Distrikt Roppongi zuhause. Und heute Nacht werden sich Duzende von Szenen wie dieser zutragen. Japan’s Ruf als ein „Drehkreuz“ für Salsa in Asien festigt sich Tag für Tag. Internationales Talent strömt in die Hauptstadt, Veröffentlichungen von Spezialisten informieren über die Tanzform während eine steigende Zahl von aufstrebenden Tänzern die Stadt auf der Suche nach Salsa-Unterricht durchströmt.
Für Ameenah Shareef Asante war Salsa etwa natürliches. Sie ist ausgebildete Tänzerin, die eine große Spannweite an Techniken studiert hat, darunter Afrikan, Ballet, Hip-Hop, Flamenco, Latin, Brazilian und Caribbean Dance.
Ursprünglich zog sie nach Fujinomiya—eine rustikale Stadt mit etwa 122.000 Einwohnern, die am Fuße des Berges Fuji liegt. Dort wollte sie 2002 Englisch, Jazz und Hip-Hop an Grundschulen und Mittelstufen unterrichten. Sie bekam dort auch ihren ersten Einblick in die japanische Salsa Welt. In der Präfektur, in der sie lebte, wurde eine Salsa-Party veranstaltet. Sie ging hin und war schockiert, denn was sie vorfand war eine riesige Party voll mit hoch talentierten Salsa Tänzern.
„Ich konnte nicht glauben, dass Salsa hier so beliebt ist“, sagt Asante lachend. „Es ist eine ganz andere Welt hier drüben. Es ist verrückt, dass ich wirklichen Salsa erst in Japan gelernt habe.“
Auf der Party traf sie Ami Palmer, einen Kanadier, der später die Tanzgruppe „Salsa Revolution“ gründen würde. Nachdem sie sich kennengelernt hatten, einigten sie sich auf eine Art Tauschhandel. Palmer würde Asante formelles Salsa Training geben, während sie als Choreopgraphin für die Tanzgruppe arbeiten würde. Sie sollte afrikanische Körperbewegung, Jazz und Hip Hop mit dem formellen Salsa verschmelzen. Die Gruppe bestand auf über 20 japanischen Mitgliedern, ein paar Kanadiern und Australiern und Asante – der einzigen Amerikanerin. Es war während diesen langen Trainingsstunden, dass Asante begann, die soziale Rüstung, die ihre Japanischen Kollegen in der Öffentlichkeit trugen, zu durchbrechen, vereint durch ein gemeinsames Ziel und eine geteilte Leidenschaft.
Japanische Salseros nähren sich Salsa mit einer technischen Präzision. Asante beschreibt wie sie jede Bewegung auseinandernehmen in die exakte Fußposition, in jede Hüftbewegung. „Man sieht sehr selten einen falschen Schritt und auch nur dann, wenn man weiß, wo man hinschauen muss. Aber was die Leidenschaft angeht, das kann man nicht unterrichten“, sagt sie. Und es ist dieses Feuer, das Kennzeichen des Salsa, das Asante beim Großteil des japanischen Salsa vermisst.
„In der japanischen Kultur soll man nicht wirklich leidenschaftlich sein”, sagt Asante und gründet ihre Theorie auf ihrer Erfahrung mit der Arbeit im japanischen Schulsystem. „Man soll seine Hand nicht heben, außer man ist sich sicher, dass man die Antwort weiß, aber man wird auch als Außernseiter behandelt wenn die anderen glauben, man sei zu klug“, meint sie. Also ist es vielleicht kein Zufall, dass die leidenschaftliche Kunstform von Japan Besitz ergriffen hat? “Es verbindet die Menschen in einer Weise, in der sie verbunden werden möchten“, sagt Asante.
Und Salsa versorgte Asante mit einer Verbindung, die für sie sehr wichtig war. Zusätzlich zu ihrer Arbeit mit der Salsa Gruppe begann Ameenah lateinamerikanische und afrikanische Tänze zu unterrichten. Ihre treuen Schüler folgten ihr, auch wenn sie dafür manchmal weite Strecken hinter sich bringen mussten. Mit der Zeit wuchs ihre Bekanntheit und Rufe nach „Ameenah Sensei!“ wurden Teil ihres persönlichen Soundtracks wann immer ihre Studenten sie im Zug, im Restaurant oder auf der Straße erkannten.
Dieses Gefühl der Bestätigung und Veehrung ließ Ameenah nun schon seit sieben Jahren in Japan bleiben. It is what anchors her there for the foreseeable future. Es verankert sie dort auch für die absehbarer Zuknunft. „Japan ist einer der wenigen Orte auf der Welt an denen ich für das respektiert werde, was ich tue”, sagt sie und gibt damit auch die Gefühle von anderen Afro-Amerikanern wieder, die ihre Fähigkeiten in Japan respektiert finden. „Als schwarze Frau verlasse ich mein Haus und werde als Ausländerin angesehen. Ich gehe in einen Laden und man sieht mich nicht misstrauisch an und fragt sich, ob ich etwas stehlen werde. Es ist nur Neugier, wer ich als menschliches Wesen bin und das ist wunderbar.“
„Ich war so wütend als ich aufwuchs, wegen dem ganzen rassistischen Müll den es in den Staaten gibt und nach Japan zu gehen war unglaublich befreiend.!
Also fährt Asante damit fort, ihre Wurzeln in Japan zu pflanzen. Zusammen mit ihrem Ehemann aus Ghana, den sie in Japan traf und ihren zwei kleinen Kindern.
Zurück im Salsa Cariab ist Asante immernoch in Bewegung. „Ich bin defintiv keine Sitzerin“, lacht sie. „Ich bin hier um zu tanzen, ich liebe das Tanzen, man kann mich nicht von der Tanzfläche kriegen.“
Teilen Quelle: Ashleigh Braggs für “the Root”
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