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    Let´s Dance – es wird wieder live im Fernsehen getanzt!

    Von Jochen | Eintrag vom 5.Juni 2010

    Bei dieser Show, die der Sender RTL nunmehr in der dritten Staffel erfolgreich im Fernsehen ausstrahlte, handelt es sich um das deutsche Pendant zum amerikanischen „Dancing with the Stars“. Ursprünglich entwickelt wurde die Show von der BBC und ist seitdem in Großbritannien mit dem Namen „Strictly Come Dancing“ ein Erfolg. Auch in Belgien, Polen und Italien gibt es eine Version dieses Formats.
    Erstmalig ging Let´s Dance in Deutschland am 3. April 2006 an den Start, gefolgt von weiteren Staffeln im Jahr 2007 und 2010.

    In der Show müssen zehn prominente Kandidaten in acht Folgen gegeneinander antreten. Sie präsentieren jede Woche mit ihrem Tanzpartner, einem professionellen Tuniertänzer, der ihnen an die Seite gestellt wurde, ihre Darbietung. Hierbei handelt es sich um verschiedene, gemeinsam einstudierte Standard- und Lateintänze mit anspruchsvoller Choreographie. Die Tänze reichen vom Wiener Walzer über Salsa bis hin zum Tango. Musikalisch begleitet werden die Paare von einem Live-Orchester.

    Zu den prominenten Teilnehmern zählten unter anderem Brigitte Nielsen, Sophia Tomalla, Sylvie van der Vaart, Heide Simonis, Katja Ebstein und Giovane Elber. Begleitet wurden sie z.B. von den Profis Oliver Tienken. Massimi Sinato, Christian Bärens oder Isabel Edvardsson.

    Alle Leistungen werden direkt im Anschluss von einer ernstzunehmenden Jury benotet. Ernstzunehmend deshalb, da für die Bewertung des Wettbewerbs durch die Jury die strengen Tuniertanz-Regeln mit einfließen.
    Die Richter geben einzeln ihre Wertung mit der Note von ein bis zehn ab. Die höchste Wertung kann demnach insgesamt 40 Punkte pro Tanz betragen. Wenn sich alle Paare dann präsentiert haben, werden die erzielten Punkte dann so umgerechnet, dass eine Rangfolge entsteht. Das Paar mit der niedrigsten Punktzahl erhält einen Punkt, das Paar mit der höchsten Wertung erhält die Punktzahl entsprechend der Anzahl der noch teilnehmenden Paare.

    Die Jury besteht generell aus vier Personen, die alle in gewisser Hinsicht mit dem Bereich (Profi-)Tanz, Musik und Fashion beruflich verbunden sind. Allen Staffeln treu geblieben ist Herr Joachim Llambi. Dieser selbst war von 1989 an sehr erfolgreicher Profitänzer und ist seit dem Ende seiner aktiven Laufbahn als Wertungsrichter im Profi- und Amateurverband tätig. Zudem ist er inzwischen auch Medienbeauftragter des Deutschen Professional Tanzsportverbands.
    Und diesen fachspezifischen Hintergrund merkten die Kandidaten jede Woche aufs Neue bei seiner Bewertung. Sehr kritisch, aber auf eine durchaus amüsante Art und Weise, machte er den Teilnehmern bewusst, dass sie wirklich keine begnadeten Tänzer sind und weiter hart an sich arbeiten müssen. Kaum ein Paar konnte eine sehr gute Note von ihm erzielen.

    Isabel Edvardsson wechselte im Laufe der Staffeln die Fronten. Zunächst als Profitänzerin führte sie Wayne Carpendale zum Sieg sowie eine Staffel später Giovane Elber auf den dritten Platz. Im Jahr 2010 konnte man sie dann mit ihrem Erfahrungsschatz in der Riege der Jurymitglieder bewundern.
    Aber auch die Zuschauer vor dem Fernseher haben Einfluss auf die Bewertung und das Weiterkommen der Kandidaten. Hier findet am Ende jeder Sendung ein telefonisches Voting statt. Auch hier werden die Anrufe der Zuschauer in eine Rangfolge gebracht, um die Punkte für die Kandidaten zu ermitteln. Die Tänzer mit den wenigsten Anrufen bekommen einen Punkt. Der Voting-Sieger die höchste Punktzahl.

    Nach der Jury- und Zuschauerwertung werden die Noten einfach addiert. Die kombinierte Wertung für die Tanzpaare führt dann zum Weiterkommen der Besten und Ausscheiden des leider letztplatzierten Paares.
    Bei allen Tanzpaaren konnte man stets erkennen wie ernst sie die Teilnahme an dem Wettbewerb nahmen. Sie unterzogen sich dem absolut harten Training, um jeden Tanz bestmöglich präsentieren zu können. Alle Teilnehmer beginnen bereits einige Wochen vor dem Beginn der Sendungen mit dem Tanztraining und haben vor der ersten Show jeweils schon mehr als 40 Stunden Training hinter sich. Die Prominenten bekamen zu spüren, dass der Tanzsport ein sehr hartes und körperlich anstrengendes Geschäft ist. Einige Kandidaten verloren im Laufe der Staffel deutlich an Körpergewicht, andere entwickelten sich teilweise vom absoluten Laien (Tanzmuffel) zum Halb-Profi. Aber auch, wenn zur Freude der Jurymitglieder und Zuschauer deutliche Fortschritte im Tanz zu erkennen waren, blieben Verletzungen sowohl bei den Prominenten als auch bei den Profitänzern leider nicht aus. Einige Paare mussten aufgrund der Schwere der Verletzungen den Wettbewerb sogar verlassen.

    Die Show sorgt in jeder Staffel wieder für gute Einschaltquoten für den Sender und übertrifft sogar die so genannten Dauerrenner im Fernsehen. Ein vielleicht nicht unwichtiger Grund dafür mag sein, dass der Ausgang der Sendung in keinem Fall vorhersehbar ist. Durch die Bewertung durch die Fachjury und das Publikum ist bis zum Ende einer jeden Show nicht zu wissen, welches Paar weiterkommt und wer ausscheidet. Denn auch wenn die Preisrichter möglicherweise überhaupt nicht mit der sportlichen Leistung zufrieden waren, können die Zuschauer vor dem Fernseher – subjektiv – ganz anderer Meinung sein und das Ergebnis unerwartet beeinflussen.

    Die Moderation in den beiden ersten Staffeln erfolgte durch Hape Kerkeling und Nazan Eckes. In der dritten „Serie“ stieg Daniel Hartwich für Kerkeling ein. Diese übereichten den Gewinnern, dem „Dancing Star“ dann nach einer äußerst spannenden Urteilsverkündung den pompösen Siegerpokal.

    Let´s dance – eine starke Marke im deutschen Fernsehen – sollte weitergehen!

    Die Zuschauer lieben es!

    Weitere Blogartikel und künftiges von Let’s Dance hier: Let’s dance

    Kategorie: Allgemein | Kein Kommentar »


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