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Das Salsa Buch – Wie wird man ein beliebter Salsatänzer?
Von Jochen | Eintrag vom 17.Juni 2011
Hallo Welt, verehrte Leser von Salsa-Amt.de, wir haben für Euch einen Auszug aus dem neuen Buch “Das Salsa Buch” von Jens Wagner bekommen.
Um was geht es in dem Buch? Um diese Themen: Bist du der beliebte Tänzer, der jeden Abend auf der Tanzfläche steht? Oder hält es niemand länger als eine Liedlänge mit dir aus?
Exklusiv für Euch ein ganzes Kapitel aus dem “Das Salsa Buch”:
5. Körbe geben und weglaufen (Das Salsa Buch)
Wer auffordert, geht das Risiko ein, dass der andere ihm/ihr einen Korb gibt. Und tatsächlich: 48% der Männer haben das schon einmal getan und 69% der Frauen. So ein Korb ist für Anfänger frustrierend, vor allem, wenn sie noch nicht so großes Selbstvertrauen haben. Dabei sollten sie sich klar machen, dass sie häufig gar nichts dafür können.
Oft genannte Begründungen sind: “Ich bin müde und habe gerade keine Lust mehr auf Tanzen”, “Er tanzt zu schlecht” und “Er hat schon mal einen unerwünschten Annäherungsversuch gemacht”.
Über Letzteres mehr in Kapitel 9. Aber es gibt z.B. auch andere Begründungen:
Elke, fortgeschritten: “Männern, die mich zum ersten Mal auffordern, gebe ich eigentlich nur Körbe, wenn ich gerade gehen muss – oder, wenn sie unangenehm riechen.”
Iris, fortgeschritten: “Es ist ja für beide Seiten nicht immer einfach und ich will ihm durch einen Korb, nur weil er Anfänger zu sein schein, nicht die Lust nehmen. Der wird ja sehr wahrscheinlich nicht Anfänger bleiben!”
Frauen geben einen Korb, weil
sie müde sind und deshalb gerade keine Lust mehr auf Tanzen haben 38%
er schon mal einen unerwünschten sexuellen Annäherungsversuch gemacht hat 36%
sie ihn tanzen gesehen haben und er zu schlecht tanzt 33%
er nicht “frisch” riecht 31%
sie gerade im Gespräch mit jemandem sind 28%
Interessanterweise erhalten auch bei niederländischen Tänzerinnen diese 5 Punkte die höchste Zustimmung. (Von 14 Möglichkeiten)
Natürlich gibt es auch noch andere Gründe und Methoden Körbe zu verteilen. Einige sehr taktvoll:
Jörn,fortgeschritten: “Da war ich noch Anfänger und bin ganz mutig auf eine hübsche, freundliche Frau zugegangen, die ich schon ein paar Mal bemerkt hatte, ohne zu wissen, wie sie tanzt. Sie spielte natülich in einer anderen Liga und sagte nach dem ersten Tanz mit einem Lächeln, sie müsste dringend ihre Schuhsolen aufrauen, es wäre zu glatt, und schwupp weg war sie.”
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andere eher plump:
Tom, fortgeschritten: “Ganz blöd ist, wenn du sie fragst, sie sagt gib mir eine Pause und hast du dich umgedreht steht sie mit dem nächsten auf der Tanzfläche. Absolutes no go – und da kann man auch nachtragend sein.”
Was löst so eine unerfreuliche Verweigerung des Tanzes bei denjenigen aus, die den Korb bekommen haben? Die meisten bleiben ruhig: 61% der Männer und 67% der Frauen finden es ärgerlich, aber es ist schnell wieder vergessen. Aber ob die Verschmähten später noch mit diesem Menschen tanzen wollen … ? Nur wenn sie oder er mich dann von sich aus auffordert, meine 46% der Salseros und 40% der Salseras. und für 25% der Herren und 75% der Damen ist der Zug für immer abgefahren.
Auch diejenigen, die die Körbe vergeben, bleiben davon nicht immer unberührt. Mehr als die Hälfte fühlen sich schuldig, wenn sie den anderen abweisen. Für manche Tänzer scheint das sogar ein Grund zu sein, das Nein so oft es geht zu vermeiden.
Anke, Tanzlehrerin: “Wenn Anfänger zu viele Körbe bekommen, kann sie das schnell entmutigen. Deshalb ist es für mich wichtig, Salsa als Gemeinschaft zu betreiben, wo alle miteinander tanzen können, und auch den Anfängern diese Chance gegeben wird.”
Eine interessantes Detail für die Herren: achtundzwanzig von hundert Damen gaben an, keine Körbe zu geben. Und die Damen wird freuen zu hören: nur jeder zweite Herr verweigert sich gelegentlich einem Tanz.
Iris, fortgeschritten: “Ich habe, seit ich Salsa tanze, nur ein einziges Mal einen Korb bekommen.”
Männer geben einen Korb, weil
sie müde sind und deshalb gerade keine Lust mehr auf Tanzen haben 31%
sie gerade im Gespräch mit jemanden sind 25%
sie nicht “frisch” riecht 15%
sie während des Tanzes ungefragt Anweisungen gibt 10%
sie sie tanzen gesehen haben und sie zu schlecht tanzt 8%
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Und es gab auch im Interview genannte Gründe, die eher in die Kategorie des umsichtigen Verhaltens fallen.
Markus, fortgeschritten: “Ich gebe auch schon mal Körbe, wenn ich gerade so verschwitzt bin, dass mir der Schweiß die Nase runterrinnt. Das will ich der Dame im dem Moment nicht zumuten.”
Aber genauso, wie du die Chance vergrößern kannst aufgefordert zu werden, kannst du sie auch verkleinern.
Beate, fortgeschritten: “Wenn ich wirklich eine Pause brauche, gehe ich recht weit weg von der Tanzfläche und schaue auch auch nicht in die Richtung.”
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Noch schlimmer als einen Korb zu geben ist, mitten im Lied wegzulaufen. Das kommt sehr selten vor, aber doch … Mehr als die Hälfte der Befragten bekannte dies schon einmal getan zu haben.
Oft ist da gar kein Vorwurf im Spiel: jemand bekommt die Absätze der Nachbarin in den Spann gebohrt, weil es zu voll ist oder man erkannte, dass die Musik wohl doch nicht passte. Häufig wurden aber die “klassischen Gründe” für Verärgerung genannt (wir kommen noch in Kapitel 7 darauf zurück). Und dieses kann man dann schon sehr wohl persönlich nehmen, oder etwas daran zu ändern versuchen.
In fast einem Drittel der Fälle fanden die Befragten, dass der andere nicht gut genug tanzen würde, und brachen darum den Tanz ab. das gehört sich so nicht, sagte alle Interviewten übereinstimmend.
Mit einer Ausnahme: wenn Worte wie “brutal” oder “reißen” fielen, gab es bei einigen Zustimmung.
Anke, Tanzlehrerin: “Ich habe einmal einen Tanz abgebrochen, weil mich der Mann einfach zu stark herumgerissen hat – das tat weh!”
Frauen, die schon einmal weggelaufen sind, nannten – neben dem Tanzniveau – als Grund oft unfreundliches Betragen (42%) oder sexuelle Annäherungsversuche (50%).
Männer beschwerten sich zumindest bei uns über Letzteres nicht, wohl aber häufig über schlechte Musik und auch über die Unfreundlichkeit der Frauen (37 %).
Markus fortgeschritten: “Bei schlechter Musik breche ich schon mal in Absprache mit der Dame ab.”
Wie viele Tänze hintereinander?
Nochmal, das Weglaufen kommt sehr selten vor. Eher haben viele Männer (81 %) und noch mehr Frauen (88 %) schon einmal durchgetanzt, auch wenn sie eigentlich lieber aufgehört häten. Machmal, weil sie die Musik nicht mochten, öfter weil sie den Partner nicht leiden konnten oder es gar nicht geklappt hat.
Markus, fortgeschritten: “Ich hatte solche Situationen leider, wenn die Dame ziemlich angetrunken war und ich es beim Auffordern nicht gemerkt hatte.”
Dem gegenüber stehen all die Tänzer, die immer und aus Prinzip mehrere Lieder in Folge tanzen, auch wenn man mit dem anderen noch so schlecht harmoniert. Es handelt sich mit einer Ausnahme – nach unserer Auswertung dabei ausschließlich um Männer (13 %)
Siegfried, fortgeschritten: “Ich tanze immer zwei Tänze – und dann widme ich mich der nächsten Dame auf der Tanzfläche.”
Die Mehrheit ist nicht ganz so prinzipiell: 87 % der Männer und 91 % der Frauen tanzen in der Regel mehr als ein Musikstück. Das können aber auch mal drei sein. Wovon das abhängt? Dass das Tanzen gut geklappt hat, dass sie Spaß mit dem anderen hatten, oder dass der eine den anderen zu einem weiteren Lied aufgefordert hat.
Jörn, fortgeschritten: “Ich will mich da nicht festlegen. Auch mit einer Frau, mit der es super klappt, kann es sein, dass ich sie nach nur einem Tanz wieder zurück geleite. Und sie dann später am Abend noch mal auffordere.”
Fazit für Anfänger
Welche Lehren Kann ein Anfänger hieraus ziehen? Er sollte dafür sorgen, dass er in jedem Fall die Tanzpartnerinnen auf Partys regelmäßig wechselt, weil Befragten in den Fragebogen schrieb:
“Ich habe schon mal Körbe gegeben, weil ich sicher war. dass er anders nicht mehr von meiner Seite weichen würde.”
Aber das Wichtigste ist, auf dem Weg zum Ziel ein dickes Fell zu entwicheln. Ob du nun Mann oder Frau bist, bleibt oder nicht, es wird zu allen Zeiten Menschen geben die mit dir nicht auf der Tanzfläche sein wollen.
Vielleicht werden die manche einen Korb geben oder dich schräg von der Seite anschauen und manche werden sogar den schon angefangenen Tanz plötzlich abbrechen.
Tom, fortgeschritten: “Am wichtigsten ist dabei – bleibt immer authentisch, eben du selber.”
Sieh es als Gelegenheit, um dich zu üben, sowohl in Menschenkenntnis als auch in Tanztechnik.
Tipps:
- Nimm dir einen Korb nicht so zu Herzen. Ausnahme Du bekommst nur Absagen – dann solltest du verschiedene Aspekte dieses Buches noch mal abprüfen.
- Hast du das Gefühl, dass deine Tanzpartnerin viel besser als du tanzt? Beschränke dich dann auf ein Stück.
- Bleibe grundsätzlich nicht den ganzen Abend an einer Person kleben, es sei denn, dass er/ sie Wert darauf legt.
- Don’t drink & dance – gerade wenn du komplizierte Figuren tanzen willst, brauchst du die volle Kontrolle über deine Bewegungen.
- Sei vorsichtig mit Knoblauch und Zwiebeln.
- Nimm eine Dusche vor dem Tanzen und ziehe frische Kleidung an.
- Ein Waschtipp, insbesondere für die Herren: Bedenke, dass man durchgeschwitzte T-Shirts bei niedrigen Temperaturen nicht so gut sauber bekommt. Sobald sie dann wieder feucht werden, fangen sie an zu stinken. Stopfe sie einfach nach dem Tanzabend in eine Schüssel mit Seifenwasser. Und kauf dir ab und zu ein paar neue.
Wer mehr erfahren möchte und ein Beitrag zur Salsa-Community leisten möchte kann es hier bei Amazon.de bestellen: Das Salsabuch: Wege zur Beliebtheit auf der Tanzfläche. Wir bedanken uns nochmal bei Jens Wagner und solltet Ihr Fragen haben dann einfach unten einen Kommentar hinterlassen. Der Autor schaut bei uns öfter rein.

Bilder und Text sind Copyright by Jens Wagner und Hansel.
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